Gemeindebrief

Gemeindebrief der Ev. Kirchengemeinden Nachbarschaft Bad Kreuznach - Land 3 Presbyteriumswahl 2024 „Schon wieder?“ – so wurde letztens ge- fragt, als wir im Gespräch auf die anstehende Wahl im kommenden Februar zu sprechen ka- men. „Ja, schon wieder!“ Corona hat unser al- ler Zeitgefühl verändert. Ein kleines Virus hat sich ausgebreitet und die Welt verändert. Jah- re sind verflogen. Zeit ist zusammenge- schmolzen. Die Wahrnehmung hat sich verän- dert. So langsam aber sicher kehren wir zu- rück und Normalität wird wieder zu einer wohl- tuenden Routine. Sie steht an – die nächste Presbyteriums- wahl am 18.02.2024. Presbyterium – das Lei- tungsgremium unserer Kirche. Es trifft alle Entscheidungen. Es stellt die Weichen für die Zukunft. Es trägt eine große Verantwortung. Es lebt von seinen Mitgliedern und der Beauf- tragung durch die Gemeinde. Wer leitet „morgen“ unsere Kirchengemeinden? Pr esbyt er i umswahl 2024 Für die Kirchengemeinde Niederhausen- Norheim, in der vor einigen Jahren ein Bevoll- mächtigten-Ausschuss die Leitung übernahm und seitdem die Verantwortung trägt, ist es gut gelaufen: Nach dem Ausscheiden des damaligen Ge- meindepfarrers und weiterer Mitglieder des Presbyteriums war dieses - aufgrund der An- zahl der verbleibenden Personen - nicht mehr entscheidungsbefugt bzw. handlungsfähig. In solch einem Fall benennt die Kirchenkreis- Leitung eine Person (ggf. mehrere), die die Gemeinde unterstützt und an erforderlichen Entscheidungen beteiligt ist. Dies geschah und Herr Pfr. i.R. Baldur Stiehl übernahm die- se Aufgabe. Erfreulicherweise sorgte ein wei- teres Gemeindeglied dafür, dass die erforderli- che Zahl des Gremiums wieder erreicht wur- de. Aber auch, wenn die Mitglieder dieses Be- vollmächtigten-Ausschusses gut und gewis- senhaft gemeinsam ihrer Arbeit nachgehen und somit die Leitung der Gemeinde gewähr- leistet ist, sollte dieser Zustand übergangswei- se und nicht dauerhaft bestehen! So bald wie möglich sollte ein Ausschuss wie dieser wie- der von einem gewählten Presbyterium abge- löst werden. Denn wer kennt die Wünsche, Sorgen und Bedürfnisse in einer Gemeinde besser als Menschen, die ihr selbst angehö- ren? Kurze Wege und persönlicher Kontakt er- leichtern allen das so wichtige Miteinander. Für die, im kommenden Jahr anstehenden Wahlen, werden nun in allen Gemeinden Men- schen benötigt und gesucht, die bereit sind, in einem Team ihrer Gemeinde als Presbyterin- nen und Presbyter zu arbeiten. Ideal ist es - wie bei jeder demokratischen Wahl – wenn mehr Menschen kandidieren, als Positionen zu besetzen sind. Selbstverständlich ist es auch möglich, sich selbst vorzuschlagen. Ehrenamtlich tätig sein, Verantwortung tragen, mitgestalten, sich engagieren. Ob in Sport- und anderen Vereinen, bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Naturschutz oder in unzähligen weiteren Institutionen, ist das eh- renamtliche Engagement vieler Menschen un- bezahlbar, kostbar und längst unerlässlich! Und oft ist die Freude daran, mit frischen Ideen und Idealismus eine sinnvolle Tätigkeit in der Gesellschaft auszuüben, genauso wich- tig wie Expertenwissen und langjährige Erfah- rung! Die Kirchengemeinden bilden da keine Ausnahme. Ein aktives Presbyterium wird gerade ange- sichts der zukünftig deutlich reduzierten pfarr- amtlichen Versorgung und den damit einher- gehenden Herausforderungen von großer Be- deutung sein! Es wird immer mehr auch vom Engagement der Gemeindeglieder abhängen, ob das kirchliche Angebot attraktiv bleiben oder ob das Gemeindeleben gar zum Erliegen kommen wird. Fremd- oder Selbstbestim- mung? Wir haben es in der Hand! Angesichts der bevorstehenden Verände- rungen in den einzelnen Kirchengemeinden unserer Nachbarschaft kommt der kommen- den Wahl ein besonderes Gewicht zu. Wir sind auf dem Weg zu einer fusionierten Ge- meinde oder einem Gemeindeverband.

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