Monat April

01.04.2011
„Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt"
Das Ergebnis bei Jesus zeigt uns aber, dass es sich lohnt, zu wachen und zu beten: Nur so hat er die schwersten Stunden seines Lebens bewältigt. Das Gebet hat den scheinbar fernen Gott heruntergeholt auf die reale Erde und sogar ans Kreuz. Es hat sich gelohnt, denn am Ende steht Gott und wartet mit neuem Leben auf ihn, - und auf uns. Darum: Wach bleiben, und beten!
Eine gesegnete Passions- und Osterzeit wünscht Ihnen,
Ihr

Ihr Volker Germann

 

 

 


„Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt"

„Es ist ja doch egal, wo ich mein Kreuzchen mache, ändern tun wir nix“ - so äußerte sich einer, der mir auf dem Weg zum Wahllokal begegnete. Wahrscheinlich denken ganz viele so. Zum Beispiel die große Schar der Nichtwähler etwa. Die bleiben nicht zuhause weil der Weg zum Rathaus zu weit wäre oder weil grad mal die Sonne auf die Terrasse scheint, - von denen denken wohl viele, dass doch alles egal ist und „man ja doch nix ändern kann“.—Verstehen kann man das schon: Nur allzu oft scheinen unsere Politiker in unerreichbare Höhen zu entschwinden und dort ganz einsam zu entscheiden, was gerade als parteitaktisch günstig erscheint. Wenn‘s günstig ist für den Ausstieg aus der Atomkraft zu sein, dann erfindet man ein Moratorium, wenn‘s grad ungünstig ist einen Diktator zu entmachten, weil ausgerechnet Wahlen sind, dann enthält man sich der Stimme… - Also, Gründe gibt es schon genug, zu resignieren und aufzugeben irgendwas noch ändern zu wollen. Diese Anfechtung ist da.


Nun haben aber die Ergebnisse gezeigt, dass da offenbar doch was zu verändern war! Und zwar ganz gewaltig, wenn wir unser Nachbarbundesland anschauen! Ein grüner Ministerpräsident! Und auch unserm König Kurt ist die Krone ordentlich verrutscht! - Also, auch wenn die Anfechtung groß ist, sich alles egal sein zu lassen, es lohnt sich offenbar doch, wach zu bleiben —und zu wählen! Diese Wahlen haben unsere Politiker wieder mal heruntergeholt, aus ihren Höhen auf die reale Erde.


Überhaupt ist es keine christliche Tugend, sich alles egal sein zu lassen. Christen sind ausdrücklich aufgefordert wach zu bleiben, hinzuschauen, sich zu kümmern und sich einzusetzen.—Die Anfechtung ist groß, sich nur noch um sich selbst zu kümmern und ansonsten den lieben Gott eine guten Mann sein zu lassen.—Dagegen hilft nur wach bleiben, - und beten! Jawohl, auch unser Gott erscheint manchmal weit weg zu sein, wolkenumhüllt in fernen Höhen. Scheint mit unserem realen Leben nichts tu tun zu haben, scheint fern zu sein von unseren Sorgen.—Da ist die Anfechtung schon da, aufzugeben und nichts mehr zu erwarten; die Anfechtung nichts mehr zu hoffen und nichts mehr zu glauben…


Das Ergebnis bei Jesus zeigt uns aber, dass es sich lohnt, zu wachen und zu beten: Nur so hat er die schwersten Stunden seines Lebens bewältigt. Das Gebet hat den scheinbar fernen Gott heruntergeholt auf die reale Erde und sogar ans Kreuz. Es hat sich gelohnt, denn am Ende steht Gott und wartet mit neuem Leben auf ihn, - und auf uns. Darum: Wach bleiben, und beten!
Eine gesegnete Passions- und Osterzeit wünscht Ihnen,


 

 

Ihr Volker Germann
Ihr Volker Germann
unterschrift_volker_germann