Monatsspruch September

30.08.2011

„ Jesus Christus spricht: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

Matthäus 18,20

Man kann tatsächlich mitten in einer Masse einsam sein. Aber dort wo wenige zusammen sind, um zu hören, zu singen und zu beten, das Brot zu teilen und den Wein, da kommt Vertrautheit auf und Trost und Hoffnung. Darum: Warten Sie nicht bis Weihnachten! Besuchen Sie mal wieder einen ganz normalen Sonntagsgottesdienst. Vielleicht finden Sie ja gerade da das, was Sie suchen: Geborgenheit in der Gegenwart Gottes.

Es grüßt Sie freundlich,                                           Ihr

Die Zeitung berichtet von überquellenden Hörsälen an den Universitäten, weil so viele junge Menschen ins Studium drängen; - die BUGA meldet über 2, 5 Millionen Besucher bis jetzt… Wahnsinn! So viele Menschen an einem Ort! Ja und beim Kirchentag in Dresden waren wir auch 120.000! Da kann man nicht meckern.—Es gibt sie noch die Großveranstaltungen, die Mammutevents, die die Massen anziehen, wo alle hinströmen, auch bei Kirchens. Und es ist toll, wenn man dabei ist. Etwa beim Schlussgottesdienst des Kirchentags im Stadion. Das gibt ein ganz besonderes Wir-Gefühl: Wir sind viele, wir sind stark, seht her, wir sind da! Das hat was, ganz bestimmt.— Aber es hat auch was, wenn wir zum Beispiel am 1. Weihnachtstag, nach dem Großereignis an Heilig Abend, wieder in überschaubarer Zahl beisammen sind und Abendmahl feiern. Da kommt so viel ruhige Festlichkeit, so viel tiefe Freude und so viel stärkende Gemeinschaft auf, - mir ist das der liebste Gottesdienst in diesen Tagen.

Wir schielen als Kirche ja auch immer wieder nach den Zahlen, wollen dass viele kommen, dass die Gottesdienste voll sind. Und dahinter steckt noch nicht mal die billige Suche nach Erfolg. Es geht uns ja darum, immer wieder möglichst viele Menschen anzusprechen. Wir wollen ja eine einladende Gemeinde sein, die die Menschen bewegt. Da sind Zahlen durchaus auch ein Gradmesser für uns. Aber das ist nicht ungefährlich. Wir müssen bei all unseren Bemühungen immer darauf achten, dass unsere Gottesdienste nicht zum Event verkommen. Es geht nicht um Massenvergnügen, es geht immer um Gottes Wort, um die Erfahrung seiner Nähe, um das Weitergeben seiner Liebe.

Und das wird auch im kleinen Kreis erfahrbar, ja, vielleicht sogar gerade da noch am ehesten. So hat auch gerade die kleine Gruppe die besondere Verheißung  der Nähe Jesu Christi: „..da bin ich mitten unter ihnen“.—Während manch einer gerade in der großen Menge das Gefühl hat unterzugehen, kann er dort, wo zwei oder drei zusammen sind im Namen Jesu, Nähe, Angenommensein und Gemeinschaft erfahren. Man kann tatsächlich mitten in einer Masse einsam sein. Aber dort wo wenige zusammen sind, um zu hören, zu singen und zu beten, das Brot zu teilen und den Wein, da kommt Vertrautheit auf und Trost und Hoffnung. Darum: Warten Sie nicht bis Weihnachten! Besuchen Sie mal wieder einen ganz normalen Sonntagsgottesdienst. Vielleicht finden Sie ja gerade da das, was Sie suchen: Geborgenheit in der Gegenwart Gottes.

Es grüßt Sie freundlich Ihr V. Germann

Ihr Volker Germann
unterschrift_volker_germann