Monat Juli

29.06.2011

„ Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Matthäus 6,21

Für Eilige: Also, es lohnt nicht, sich ganz und gar der Suche nach Reichtum zu verschreiben, gar sein Herz daran zu hängen.— Ganz abgesehen davon, dass es ja noch ganz andere Schätze gibt, die unser Herz gefangen nehmen könnten: Erfolg, Fitnes, Wissen, Schönheit, Glück...  - In diesen Wochen das Herz öffnen und mal kommen lassen, was an guten und schönen Dingen uns begegnet, ohne dies und das noch zu müssen; das wär‘s! Unser Leben einfach hinhalten und unserem Schöpfer danken für das Geschenk des Lebens, so wie es ist; das wäre schön! Und dann entdecken, was wirklich zu unserem Glück dient! -

Ich wünschen Ihnen eine schöne und gesegnete Sommerzeit!

Ihr

V. Germann

Für Geruhsame:

„Komm, wir finden einen Schatz“, so sagt in dem gleichnamigen Janosch-Buch der kleine Tiger zu dem kleinen Bär, weil sie endlich zu Reichtum kommen wollen, weil das nach ihrer Überzeugung das größte Glück der Erde sein müsste. Denn dann könnten sie sich immer Forellen kaufen und als Nachtisch Bienenstichkuchen essen… - Und so machen sie sich mit Seil, Eimer und Schaufel ans Werk um einen Schatz zu finden.—Diese bezaubernde Kinderbilderbuchgeschichte ist ja wie ein Spiegel für uns Erwachsene: Wer von uns träumt nicht davon „reich“ zu sein? Reichtum gilt vielen von uns als  der Problemlöser  und Glücksgarant Nummer eins: „dann könnte ich…“ - Sozialwissenschaftler sagen tatsächlich, dass das Glücksgefühl mit steigendem Einkommen steigt. Allerdings nur bis zu einer Grenze von 60.000 € Jahresgehalt, darüber hinaus wachsen wieder die Sorgen, sagen sie. —Also scheint es zu stimmen, wenn wir sagen: „Geld allein macht nicht glücklich.“ Und ob es beruhigt, scheint nicht sicher zu sein!

Also, es lohnt nicht, sich ganz und gar der Suche nach Reichtum zu verschreiben, gar sein Herz daran zu hängen.— Ganz abgesehen davon, dass es ja noch ganz andere Schätze gibt, die unser Herz gefangen nehmen könnten: Erfolg, Fitnes, Wissen, Schönheit, Glück...  - In diesen Wochen sind viele von uns unterwegs, um in den angeblich kostbarsten Wochen des Jahres das zu finden, wovon sie ansonsten nur träumen: Erholung, Entspannung, neue Eindrücke, neue Lebendigkeit, neue Harmonie, neues Glück. Aber den wenigsten gelingt es wirklich. Viele kommen zurück, 3000 Fotos auf dem Chip aber gestresst und abgekämpft vom Rennen um den besten Aussichtspunkt, den ruhigsten Platz am Strand, den besten Tisch im billigsten Sterne-Restaurant… Wir nehmen uns halt selber immer mit. Und wir sind halt meistens ziemlich verbissen in unsere Ziele und Vorstellungen vom größten Glück der Erde.—In diesen Wochen das Herz öffnen und mal kommen lassen, was an guten und schönen Dingen uns begegnet, ohne dies und das noch zu müssen; das wär‘s! Unser Leben einfach hinhalten und unserem Schöpfer danken für das Geschenk des Lebens, so wie es ist; das wäre schön! Und dann entdecken, was wirklich zu unserem Glück dient! -

Der kleine Tiger und der kleine Bär, finden tatsächlich einen Schatz, aber ganz zufällig. Und sie verlieren ihn wieder an einen Beamten des Königs und an einen Dieb. Und so kehren sie traurig heim. Aber zu hause angekommen entdecken sie, dass sie eigentlich alles haben, was man zum Glücklichsein braucht und wie schön das Leben doch ist, wenn es Blumenkohl gibt, der Maulwurf zu Besuch kommt, der Zaunkönig singt und Bienen summen …

Ich wünschen Ihnen eine schöne und gesegnete Sommerzeit!

 

Ihr

V. Germann

Ihr Volker Germann
unterschrift_volker_germann